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Das Toskanaauto

Leute, Leute,

ich bin's wieder, euer Carl - aber nennt mich "Leo", wenn ihr könnt! Wat soll ich sagen - es geht wieder los! Toscana-Urlaub vom feinsten! Meine Frau ist auch schon ganz aufgeregt. Bei dem bescheidenen Sommerwetter hier, wird es aber auch ma Zeit, raus in die richtige Sonne zu kommen. Diesmal hab ich mir was ganz besonders ausgedacht: Wir fahren mit einem ganz besonderen Auto in die Toskana. Mit dem Fiat 500 - aber dem alten. Mein Kumpel Manni hat einen. Top in Schuss. Ich mein klar, der bringt den ja auch regelmäßig zu mir in die Werkstatt. Aber mit dem wollen meine Frau und ich also nun in den Urlaub. Viel passt da nicht rein - da muss jedes Gepäckstück gut ausgewählt sein. Meine Frau werd ich da wieder bremsen müssen, ich kenne sie ja: Hier ein Kleid, da noch drei paar Schuhe, hier noch ein Halstuch - in so einem Fiat 500 ist da aber kein Platz für 20 paar Schuhe, die eh alle gleich aussehen. Hab ich ihr auch schon gesagt. Erst hat sie rumgemeckert, aber denn hat sie sich beruhigt und gemerkt, dass sie von den vielen Sachen, die sie immer mitnimmt, eh nur die Hälfte anzieht. Also sollte das geklärt sein. 

Jetzt ist man mit so einem Fiat 500 aber auch ordentlich lange unterwegs, weil so schnell ist dat Dingen ja auch nichts. Aber hey, was könnt es schöneres geben, für mich als Italienfan, als mit einem italienischen Auto in den Urlaub nach Italien zu fahren? Wunderbar! Bello! Aldente! Wie und was wir erleben, berichte ich euch denn ma, wenn wir wieder da sind. Jetzt heißt es erstmal:Ab in den Urlaub ...! Sofern ich nicht entführt, erschossen oder von Berlusconi adoptiert werde, hören wir uns in ein paar Wochen wieder. Ciao bella!

26.7.12 15:38


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Das arme Auto

Hallo Leute,

ich bins wieder, euer Carl, aber ihr dürft mich auch "Leo" nennen - aber nur, wenn ihr mal in meiner Werkstatt rumkommt. Wir reparieren alles - vom kaputten Kotflügel bis zur Zylinderkopfdichtung, vom platten Reifen bis zur gebrochenen Achse. Gerade erst neulich hatten wir so einen Schwerstfall bei uns: alter Skoda Fabia Gebrauchtwagen, Achse gebrochen, Auspuff durchgerostet, Kupplung im Eimer, defekte Antriebswelle, Bremsbeläge runter - bei dem Wagen stimmte nix mehr! Selbst die Scheibenwischerblätter waren so alt und abgenutzt, dass du damit noch nichtmal irgendwen hättest mit erschlagen können - die Dinger wären in sich zusammengefallen. Ein Wunder, dass das noch nciht von alleine passiert ist ...! Der Kunde, der mit dem Wagen in die Werkstatt kam, per Abschleppdienst wohlgemerkt, war ein älterer Herr, ich würde sagen zwischen Ende 60 und Mitte 70, etwas untersetzt und scheinbar blind. Er meinte nämlich: "Ich weiß nicht warum, der Wagen läuft grad nicht. Aber das kriegen Sie wieder hin, oder? Kann ich den Wagen morgen abholen?" - Ich musterte den Kerl, dann seinen Wagen, dann wieder ihn. "Werter Herr, ich will Ihnen nicht zu Nahe treten, aber das Ding, was Sie Auto nennen, ist der reinste Schrotthaufen - dat Ding kann gar nix mehr. Und besonders nicht mehr fahren ... Es tut mir ja echt leid, aber hier ist ja alles dran kaputt. Was soll ich denn da reparieren? Ich kann's probieren, aber das dauert - und kostet vor allem!" Der arme Kerl tat mir schon fast leid. "So schlimm? Aber ich brauch mein Wägelchen doch. Der hat jetzt schon 15 Jahre gehalten ...! Können Sie da nüscht machen?" - "Ich schau mal, aber eher nicht. Ich will Ihnen da auch nichts vorgaukeln, verstehen Sie?" - "Hm, ja, verstehe. Okay ... Also verschrotten, oder wie?" - "Na ja, in Anbetracht dessen, dass Sie sonst ein Vermögen für die Reperatur ausgeben müssten, welches Sie auch gleich in einen neuen Gebrauchten stecken können, der besser in Schuss ist - ja!" Der Herr nickte traurig. "Aber ich hänge so an meinem Auto ...", sagte er und hatte Tränen in den Augen. Das konnte ich nicht mit ansehen. "Ok, hören Sie - ich will schauen, ob ich an günstige Ersatzteile kommen kann. Aber das dauert! Zwei Wochen mindestens, eher drei bis vier." - "Ok, ok, Hauptsache mein Wagen wird wieder heile. Alles andere ist mir egal." Ich versprach dem Kunden, alles zu probieren, was in meiner Macht lag. 

Kurzum, ich will euch ja nicht auf die Folter spannen: Es hat fünf Wochen gedauert, aber dann hatte ich tataäschlich alle Erstazteile zusammen und brachte dem Kunden sein Fahrzeug wieder so auf Vordermann, dass er damit erstmal wieder fahren konnte. Er war so glücklich, dass er mir nicht nur ein sattes Trinkgeld gab (dabei war die Rechnung eh schon sehr hoch aufgrund der vielen Ersatzteile), sondern mich und meine Männers auch noch einen Abend lang auf seine Kosten zu Bier und Schnaps in die Kneipe ums Eck einlud. So etwas nenn ich nette Kunden. Seither träume ich nachts auf und zu von dem gebrauchten Skoda Fabia, an dem meine Jungs und ich wochenlang rumgeschraubt hatten. Spaß hat es ja gemacht, das muss ich schon sagen ...!

Bis zum nächsten Mal! Kommt auch bei mir vorbei, wenn ihr ein problem mit eurem Wagen habt.

16.7.12 16:19


Das angreifende Auto

Leute, Leute,

ich bin es wieder, euer Carl, oder "Leo", wie mich meine Freunde nennen. Mir ist neulich wiederwat passiert - du glaubst es nicht. Ich mein, unsere KfZ-Werkstatt, die haben wir jetzt seit rund 60 Jahren. Aber sowas ist mir noch nicht untergekommen! Es war ein ganz normaler Montag. So ein Montag, an dem meine Mitarbeiter noch vom Wochenende müde sind, zumindest die jungen, weil sie mal wieder zu viel Party oder was auch immer machen waren, und man schon weiß: Im Laufe des Tages wird es wieder voll. Warum? Weil die Leute, deren Autos übers Wochenende kaputtgegangen sind oder die nicht mehr richtig rund laufen, dann reinschneien, und am besten sofort einen Termin haben wollen. Morgens ist es meist ja noch ruhig, aber ab 15 Uhr, da geht dat los, kann ich euch sagen. Na ja, in so einem Anfall der Panik kam auch eine junge Frau am Nachmittag, es war kurz vor Feierabend, in die Werkstatt gestürmt: "Hilfe, Sie müssen mir helfen", schrie sie, "mein Auto greift mich an!" ... "Wat macht Ihr Auto?", fragte ich das aufgebrachte Ding. "Es greift mich an!", schrie sie wieder und bekam fast einen Heulkrampf. "Gute Frau", versuchte ich zu beruhigen", "ich bezweifel stark, dass ..." - "Sie glauben mir nicht?! Dann kommen Sie doch mit raus! Es steht auf dem Werkstatthof! Ein kleiner VW-Bus." Meine neugierigen Kollegen und ich traten auf den Hof, die junge Frau versteckte sich hinter uns. Und tatsächlich: Der kleine Van bewegte sich, wackelte vor sich hin. Nun glaub ich nicht an Geister, wer mich kennt, weiß das, ich halte sowas für Humbug. Deswegen ging ich zum Auto hin, direkt drauf zu. Zunächst konnte ich nichts Auffälluges sehen. Das Auto ruckelte weiter. Ich fragte die Frau, ob sie mal die Schiebetür zum hinteren Teil des Wagens geöffnet hatte. Sie verneinte. "Sind Sie verrückt? Ich trau mich ja noch nicht mal, mich wieder reinzusetzen!" Ich ging langsam zur Schiebetür und öffnete sie mit einem Ruck. Wir alle glaubten unseren Augen nicht: Auf der freien Fäche des Vans lag ein Pärchen, nackt, und, na ja, vollzog den Liebesakt, um es mal so zu sagen. Die Frau war erschrocken: "Aber Fabian, duuu? Was machst du da? Raus da! Bist du von allen guten Geistern verlassen? Und wer ist das Mädchen?" Fabian war der Sohn der Wagenbesitzerin, der sich nach der Schule wohl mit einer Mitschülerin in den Van verkrochen hatte, um na ja, irgendwas zu lernen. Wir mussten uns das Lachen verkneifen - und dem Pärchen war es scheinbar noch unangenehmer, waren sie doch grade beim Akt erwischt worden - nicht nur von der Mutter. Der war die Situation ebenfalls furchtbar peinlich, verwirrt blickte sie uns an und flehte, ohne etwas wirklich zu sagen: Bitte nichts sagen. Bitte sagen Sie nichts. Bitte lassen Sie miche infach jetzt wieder vom Hof fahren ...

Ich holte meine Männer rein: "Jungs, da können wir nicht helfen. Mam - Ihr Wagen ist vollkommen in Ordnung. Sollten Sie mal einen Ölwechsel brauchen, kommen Sie vorbei. Kommt Männer, wir gehen!"

Drinnen in der Werkstatt krümmten wir uns vor lachen - was war das denn?! Also manchmal erlebt man Geschichten, da möchte man schreien. Meine Jungs, besonders unser Azubi André, fand den Anblick jedoch unvergesslich. Ja ja, die Jugend von heute. Deswegen sach ich imer zu meine Kinder: Kinners, verhütet mir ja - 5 Enkel reichen!

10.7.12 14:55





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