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Das angreifende Auto

Leute, Leute,

ich bin es wieder, euer Carl, oder "Leo", wie mich meine Freunde nennen. Mir ist neulich wiederwat passiert - du glaubst es nicht. Ich mein, unsere KfZ-Werkstatt, die haben wir jetzt seit rund 60 Jahren. Aber sowas ist mir noch nicht untergekommen! Es war ein ganz normaler Montag. So ein Montag, an dem meine Mitarbeiter noch vom Wochenende müde sind, zumindest die jungen, weil sie mal wieder zu viel Party oder was auch immer machen waren, und man schon weiß: Im Laufe des Tages wird es wieder voll. Warum? Weil die Leute, deren Autos übers Wochenende kaputtgegangen sind oder die nicht mehr richtig rund laufen, dann reinschneien, und am besten sofort einen Termin haben wollen. Morgens ist es meist ja noch ruhig, aber ab 15 Uhr, da geht dat los, kann ich euch sagen. Na ja, in so einem Anfall der Panik kam auch eine junge Frau am Nachmittag, es war kurz vor Feierabend, in die Werkstatt gestürmt: "Hilfe, Sie müssen mir helfen", schrie sie, "mein Auto greift mich an!" ... "Wat macht Ihr Auto?", fragte ich das aufgebrachte Ding. "Es greift mich an!", schrie sie wieder und bekam fast einen Heulkrampf. "Gute Frau", versuchte ich zu beruhigen", "ich bezweifel stark, dass ..." - "Sie glauben mir nicht?! Dann kommen Sie doch mit raus! Es steht auf dem Werkstatthof! Ein kleiner VW-Bus." Meine neugierigen Kollegen und ich traten auf den Hof, die junge Frau versteckte sich hinter uns. Und tatsächlich: Der kleine Van bewegte sich, wackelte vor sich hin. Nun glaub ich nicht an Geister, wer mich kennt, weiß das, ich halte sowas für Humbug. Deswegen ging ich zum Auto hin, direkt drauf zu. Zunächst konnte ich nichts Auffälluges sehen. Das Auto ruckelte weiter. Ich fragte die Frau, ob sie mal die Schiebetür zum hinteren Teil des Wagens geöffnet hatte. Sie verneinte. "Sind Sie verrückt? Ich trau mich ja noch nicht mal, mich wieder reinzusetzen!" Ich ging langsam zur Schiebetür und öffnete sie mit einem Ruck. Wir alle glaubten unseren Augen nicht: Auf der freien Fäche des Vans lag ein Pärchen, nackt, und, na ja, vollzog den Liebesakt, um es mal so zu sagen. Die Frau war erschrocken: "Aber Fabian, duuu? Was machst du da? Raus da! Bist du von allen guten Geistern verlassen? Und wer ist das Mädchen?" Fabian war der Sohn der Wagenbesitzerin, der sich nach der Schule wohl mit einer Mitschülerin in den Van verkrochen hatte, um na ja, irgendwas zu lernen. Wir mussten uns das Lachen verkneifen - und dem Pärchen war es scheinbar noch unangenehmer, waren sie doch grade beim Akt erwischt worden - nicht nur von der Mutter. Der war die Situation ebenfalls furchtbar peinlich, verwirrt blickte sie uns an und flehte, ohne etwas wirklich zu sagen: Bitte nichts sagen. Bitte sagen Sie nichts. Bitte lassen Sie miche infach jetzt wieder vom Hof fahren ...

Ich holte meine Männer rein: "Jungs, da können wir nicht helfen. Mam - Ihr Wagen ist vollkommen in Ordnung. Sollten Sie mal einen Ölwechsel brauchen, kommen Sie vorbei. Kommt Männer, wir gehen!"

Drinnen in der Werkstatt krümmten wir uns vor lachen - was war das denn?! Also manchmal erlebt man Geschichten, da möchte man schreien. Meine Jungs, besonders unser Azubi André, fand den Anblick jedoch unvergesslich. Ja ja, die Jugend von heute. Deswegen sach ich imer zu meine Kinder: Kinners, verhütet mir ja - 5 Enkel reichen!

10.7.12 14:55
 


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